THERafji / 6. Rang

Das neue Campusgebäude in Brig liegt im Gründerzeitquartier Rhonesand zwischen dem Bahndamm und dem Hangfuss des Brigerbergs „Rafji“. Das Gebäude ist auf einer quadratischen Grundfläche zu einem kompakten fünfgeschossigen Körper konzentriert und hebt sich gegenüber dem heterogenen Umfeld deutlich ab. An der Schmalseite der konisch zulaufenden Parzelle ist das Gebäude an der Kreuzung Schiner- und Aletschstrasse verortet, an der Breitseite am neu geschaffenen Vorplatz eindeutig adressiert. Die öffentliche Gebäudenutzung ist zusätzlich durch das leichte „Anrampen“ des unmittelbaren Umfelds gekennzeichnet. 

 

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Medienberichte

 

Ein Baumkörper zoniert den grosszügigen Platzraum und bildet den Übergang zum naheliegenden Hangrücken des Rafji. Die Gestaltung der Platzfläche mit dem QR-Code der Websites beider Hochschulen schafft auf spielerische Art die Struktur für unterschiedliche Beläge, Pflanzflächen und Möblierung.

 

Der Baumkörper markiert auch die zukünftige Erweiterung, welche als rechteckiges zweigeschossiges Volumen vorgesehen ist. Mit der reduzierten Gebäudehöhe wird zum benachbarten Postgebäude vermittelt. Wie bereits in der ersten Etappe bleibt nach der Realisierung der Erweiterung der von der Strassenflucht einspringende quartiertypische Vorplatz erhalten.

 

Das Gebäude ist entsprechend seiner quadratischen Grundform konzentrisch organisiert. Um den inneren Lichthof sind die einzelnen Funktionsbereiche ringartig organisiert: von der inneren Kommunikationszone über den Erschliessungsring bis hin zur nutzungsvariablen Raumschicht entlang der Fassade für das konzentrierte Arbeiten.

 

Ab dem Haupteingang führt spiralförmig die Erschliessung durch den Lichthof. Einläufige Treppen entlang der vier tragenden Kerne verbinden von Geschoss zu Geschoss die multifunktionalen Kommunikationsbereiche beider Schulen. Der windmühlenartige Versatz von Treppenläufen und Deckenausschnitten lässt eine räumliche Verschränkung über mehrere Geschosse entstehen.

 

Die feingliedrige Fassade ist mit vertikalen Aluminiumprofilen konstruiert, welche die raumhohen Fenster und verglasten Deckenstirnen fassen sowie den aussenliegenden Sonnenschutz führen. Die Schatten bildende Fassadenkonstruktion verleiht dem markanten Campusgebäude die gewünschte Leichtigkeit. Durch die Schrägstellung der Glasflächen entsteht eine kristalline Facettierung, in welcher sich die umliegende Bergwelt reflektiert.

 

Jahr2016
BauingenieurSchnetzer Puskas Ingenieure AG / Zürich
Visualisierung nightnurse images

 

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