Tartan & Jane / 3. Rang

Neubau Department für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel / Projektwettbewerb

 

Aus dem Jurybericht: "Das Projekt überrascht durch seinen unerwarteten städtebaulichen Ansatz. Die grosszügige Eingangssituation ist sehr einladend und adressbildend. Im Gebäude unterstützt eine sehr attraktive Erschliessung mit grosszügigen und hellen Fluren die Orientierung. Die Nutzeranforderungen sind mehrheitlich sehr gut und selbstverständlich umgesetzt."

 

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Medienberichte

 

Die Grosse Allee in Basel beginnt an der St. Jakobs-Strasse mit der Kastanienbaumreihe zwischen der St. Jakobshalle und dem Gartenbad. Im Übergang zur Baumallee wird mit dem Neubau DSBG ein grosszügiger Platzraum formuliert. Zugleich adressbildend für den Neubau und raumschaffend für den Eingang zum Gartenbad erfährt die ursprünglich rückwärtige Lage eine deutliche Aufwertung. Der winkelförmige Baukörper trägt mit dem niedrigeren Gebäudeteil zur Fassung des Strassenraums bei. Stark frequentierte Räume wie die Eingangshalle, die Cafeteria und der Hörsaal sind erdgeschossig zum Platz hin orientiert. Die grosszügige Erschliessungshalle, die zwischen die beiden Gebäudeteile eingeführt wird, verbindet die Geschosse über kurze Wege und räumliche Bezüge.

 

Das Gebäude entspricht konsequent dem Konzept der Variabilität. Die einfache Stützen-Platten-Struktur wird über die Treppenkerne, die mittig liegende Installationszone und die Sporthalle ausgesteift. Auf allen Geschossen begleiten Fluchtbalkone die Gebäudehülle. Damit kann auch im Innern ein offenes Haus als anregende Arbeits- und Lernlandschaft angeboten werden. Zugleich lassen sich die Räume den sich verändernden Bedürfnissen anpassen; unabhängig von Tragstruktur und Fluchtkorridoren. Der Variabilität folgt auch das Haustechnikkonzept.

  

Die serielle Fensterteilung der Fassade bietet im Innern alle 1.25 m Leichtbau-Wandanschlüsse. Die Fluchtbalkone werden von aussenseitig liegenden V-förmigen Stützenpaaren umspannt. Die damit erzeugte Räumlichkeit der Fassade zeigt, im Kontrast zur St. Jakobs- und zur Eishalle, einen offenen Gebäudecharakter. Die eigenwillige Anordnung der Stahlstützen lässt die Assoziation zu den in wohltuend verschwenderischer Anzahl vorhandener Bäume der Brüglinger Ebene zu. 

 

Jahr2014
BauingenieurWGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG / Zürich
LandschaftsarchitekturLorenz Eugster / Zürich

 

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