Tuffeaux

Neubau von drei tuffsteinähnlichen Wohnhäusern, die aus der besonderen Lage am Bachlauf inspiriert sind.

Mit dem Masterplan „Picardiestrasse“ in Schöftland wurden drei thematisch unterschiedliche Baufelder definiert, welche nacheinander bebaut werden. Auf den im Jahr 2014 erstellten Ergänzungsbau zur ehemaligen Gastwirtschaft „Freihof“ folgte die zweite Etappe „Tuffeaux“ mit drei Wohnhäusern und einem Gemeinschaftraum. Für die dritte Etappe ist eine Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten auf dem noch bestehenden Werkhofareal vorgesehen.

 

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Die bogenförmig verlaufende „Suhre“ fasst einen Grossteil des Baufelds und prägt zusammen mit der Uferbestockung die Stimmung des Orts. Um die Plastizität der Baukörper zu steigern, sind die drei Häuser in Grundriss und Schnitt gestaffelt. Die unregelmässige Perforation mit lochartigen Fensteröffnungen, dunklen Metallprofilen und die gelblichbraune Farbigkeit des groben Fassadenputzes sind durch den Tuffstein inspiriert. Eine poröse Gesteinsart, die oft in Gartenanlagen in Verbindung mit Wasser zu entdecken ist.

Gegenüber dem Bachlauf bilden die drei Baukörper, im Zusammenspiel mit dem erhöhten Erddamm, mäandrierende mit zusätzlichen Ufergehölzen bepflanzte Freiräume. Über die orthogonale Stellung der Häuser wird ein hofartiger Zwischenraum formuliert, der sie untereinander zu einer Gruppe verbindet. Mit der vorhanden blauen Atlaszeder steigern die geschnittene in einer Kiesfläche stehenden Eibenhecken die Unterschiedlichkeit zu den natürlich gestalteten Freiräumen. Losgelöst von den Massivbauten ist ein eingeschossiger Gemeinschaftsraum als Leichtbaukonstruktion in Schwemmholzfarbe der naturnahen Umgebung zugeordnet.

In den drei Wohnhäusern sind 26 Miet- und Eigentumswohnungen organisiert. Den Anfang der Gebäudegruppe an der Picardiestrasse markiert das fünfgeschossige Haus mit zehn 2.5- bis 4.5-Zimmer-Mietwohnungen markiert. Mit den beiden viergeschossigen Häusern zu je acht 3.5- und 4.5-Zimmer-Eigentumswohnungen wird zu den kleineren Einfamilienhäuser entlang des Benoit-Maywegs vermittelt.

Das Zentrum jeder Wohnung bildet der mittig liegende Wohnraum, über den alle übrigen Räume erschlossen sind. Wie ins Gebäudevolumen eingeschnittene und oft zweigeschossige Aussenräume belichten die zentralen Wohnräume. Die mit diesen Loggien erzeugten räumlichen Durchdringungen individualisieren die Wohnungen zueinander; keine der Wohnungen ist räumlich exakt gleich.

 

BezugDezember 2019
BauherrschaftKaiser Hoch- & Tiefbau AG / Schöftland
BauingenieurSchnetzer Puskas Ingenieure AG / Zürich
HaustechnikplanungFischer Industries GmbH / Sempach
ElektroplanungThomas Lüem Partner AG / Dietikon
BauphysikAmstein + Walthert AG / Zürich
LandschaftsarchitekturLorenz Eugster GmbH / Zürich
FotografieHannes Henz / Zürich

 

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